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Mrz 28

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„Das Lächeln der Fortuna“ von Rebecca Gablé

Bewertung:

Kurzbeschreibung des Bastei Lübbe Verlags:
„England 1360: Nach dem Tod seines Vaters, des wegen Hochverrats angeklagten Earl of Waringham, zählt der zwölfjährige Robin zu den Besitzlosen und ist der Willkür der Obrigkeit ausgesetzt. Besonders Mortimer, der Sohn des neuen Earls, schikaniert Robin, wo er kann. Zwischen den Jungen erwächst eine tödliche Feindschaft.
Aber Robin geht seinen Weg, der ihn schließlich zurück in die Welt von Hof, Adel und Ritterschaft führt. An der Seite des charismatischen Duke of Lancaster erlebt er Feldzüge, Aufstände und politische Triumphe – und begegnet Frauen, die ebenso schön wie gefährlich sind. Doch das Rad der Fortuna dreht sich unaufhörlich, und während ein junger, unfähiger König England ins Verderben zu reißen droht, steht Robin plötzlich wieder seinem alten Todfeind gegenüber …“

Warum lese ich eigentlich erst jetzt ein Buch von Rebecca Gablé? Immerhin ist die erste Auflage von Das Lächeln der Fortuna 1997 erschienen. Das ist 15 Jahre her! Mittlerweile ist bereits die 29. Auflage des historischen Romans auf dem Markt – was meines erachtens nach für eine deutschsprachige Autorin eine gehörige Leistung ist. Aber definitiv verdient.

Ich lese sehr gerne historische Romane und mein asoluter Favorit war da seither eigentlich Ken Follett. Wer kennt nicht Die Säulen der Erde oder Die Tore der Welt – zwei wunderbare Bücher, die einen – nicht nur wegen der knapp 1.300 Seiten Länge – noch lange Zeit beschäftigen.

Während der Lektüre von Rebecca Gablés Das Lächeln der Fortuna musste ich meine Meinung jedoch noch mal überdenken.

So viel sei verraten: Wenn Ken Follet der König der historischen Romane ist, so ist Gablé mindestens die Königin!

Die Geschichte um den anfangs noch zwölfjährige Robert of Waringham, der nach dem unehrenhaften Tod seines Vaters alles verliert und sich als Stalljunge in Waringham verdingen muss, ist von der ersten Seite an mitreißend und fesselnd. Man MUSS einfach wissen, was aus Robin wird, ob er als einfacher Bürger sein Glück findet, es doch zum Ritter bringt oder vielleicht sogar sein eigentliches Erbe – Waringham – zurückgewinnen kann. Denn das wurde ihm ja leider, da sein Vater des Hochverates schuldig gesprochen wurde, aberkannt.
Der Charakter von Robin wird von Anfang an als sehr tugendhaft beschrieben. Trotz seiner adligen Herkunft sieht er sich nie als etwas Besseres an. Er freundet sich mit einem Bastard ohne jegliche Herkunft an, mistet die Ställe aus, wie jeder andere der Stallburschen, und ist immer sehr bescheiden – und meist sogar etwas zu bescheiden. Fakt ist – und das wird einem beim Lesen immer mehr klar – Robin ist für Höheres bestimmt. Er hat das Zeug, Dinge anzupacken und erfolgreich ans Ziel zu bringen. Zudem ist er schon in jungen Jahren mit mehr ritterlichen Tugenden ausgestattet, als viele der weitaus Älteren des ritterlichen Standes.

Robins großer Widersacher ist Mortimer. Dessen Vater Geoffrey Dermond hat Waringham zugesprochen bekommen. Somit wird Mortimer irgendwann Herr von Waringham sein und dadurch Robins Land erben. Mortimer sieht sich als etwas Besseres und ärgert und schikaniert Robin und die anderen Stallburschen wo er nur kann. Es ist klar, dass er sich von Robin bedroht fühlt: Dieser ist ihm nämlich in nicht wenigen Lebenslagen haushoch überlegen – physisch wie psychisch. Dieser Konflikt zwischen Mortimer und Robin zieht sich fast durch das ganze Buch und lässt die Spannung fast ins Unermessliche steigen. Man erwartet Mortimer irgendwann hinter jeder Ecke und fürchtet sich vor seinen nächsten Intrigen.

Die Szenen, die ich hier beschrieben habe, befassen sich nicht mal mit dem ersten Viertel des Buches. Die Geschichte zieht sich über ca. 40 Lebensjahre und keines dieser Lebensabschnitte von Robin ist jemals langweilig. Manchmal wünscht man sich für den armen Kerl einfach mal etwas Zeit zum Verschnaufen! 🙂

Fazit: Ich kann euch nur so viel sagen: Für alle, die ein Fan von historischen Romanen sind, ist dieses Buch eine Pflichtlektüre! Ich kann es kaum erwarten, die nächsten Teile der Waringham-Saga „Die Hüter der Rose“, „Das Spiel der Könige“ und „Der dunke Thron“ zu lesen. Aber auch andere Romane von Rebecca Gablé stehen schon jetzt auf meiner Wunschliste. Volle Punktzahl!! [kadda]

“Das Lächeln der Fortuna” von Rebecca Gablé
Taschenbuch: 1200 Seiten
EUR 9,99
ISBN-10: 3404139178
ISBN-13: 978-3404139170

Hier noch mal eine Leseprobe für euch

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4 Kommentare

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  1. Kape

    Nachdem meine Tochter mich zu diesem Buch sanft überredet hatte, folgt meiner anfänglichen Skepsis (Weiberkram) recht schnell Lesebegeisterung. Zu Weihnachten gab´s nun die nächsten 3 Bücher – 2014 ist gerettet!

  2. Cornelia2

    Ich habe das Buch für den Urlaub geplant ! Bin sehr gespannt !

  3. Cin Dy

    Sehr schön Rezension. Das Buch ist irgendwo in meinem SUB verschwunden. Werde es aber fürs Wochenende gleich mal ganz nach oben legen 🙂

  4. Karo

    Ja, ja und ja! 🙂 Verstehe auch nicht, wie man als Fan von historischen Romanen bis jetzt um Rebecca Gablé herumkommen konnte. 🙂 Gut, dass Du dieses frevelhafte Versäumnis nachgeholt hast. 😉 Nein, aber mal im Ernst: Rebecca Gablé ist eine absolute Meisterin, und ich kann Dir versprechen: jeder einzelne ihrer historischen Romane lohnt sich absolut!!! Ich beneide Dich, dass Du diese noch vor Dir hast! 🙂

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