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Nov 29

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Christoph Lode – Rhein-Neckar-Autoren-Interview-Reihe

Christoph Lode ist in der Nähe von Kaiserslautern aufgewachsen und hat dann – man höre und staune – in Ludwigshafen studiert. Allein weil er in meiner Heimatstadt studiert hat, ist er schon qualifiziert bei der großen Rhein-Neckar-Autoren-Interview-Reihe mitzumachen. 🙂
Danach zog es ihn auf die andere Seite des Rheins und er arbeitete zunächst in Heideberg und wohnt nun mit seiner Frau in Mannheim. [kadda]

Geile-Zeile: Hallo Christoph! Danke, dass wir dich interviewen dürfen.
Christoph: Klar, ist doch Ehrensache!

Du hast in Ludwigshafen studiert… was kann man denn da bitteschön studieren? 😉
Mein Studium liegt ja nun schon ein paar Jährchen zurück, insofern bin ich da nicht mehr ganz auf dem Laufenden. Aber in den 90ern gab es mindestens zwei Fachhochschulen in LU, an denen man Verschiedenes studieren konnte, die für Wirtschaft und die für Sozialwesen am Pfalzbau, in der ich mein Unwesen getrieben habe.

Du hast sehr viel Zeit in der Pfalz verbracht und lebst nun in Mannheim. Gibt es da viele Unterschiede? Andere Mentalität? Was sind die Größten Unterschiede deiner Meinung nach?
Auf die Gefahr hin, mir in beiden Lagern eine Menge Feinde zu machen, behaupte ich jetzt mal, dass Pfälzer und Mannheimer ein recht ähnlicher Menschenschlag sind – weitgehend deckungsgleiche Verhaltensweisen, Vorlieben und Abneigungen, finde ich. Der größte Unterschied ist wohl der Dialekt. Mich erfüllt es immer noch mit Begeisterung, dass Ludwigshafener an fast jedes Substantiv ein verniedlichendes -le dranhängen. Und der Mannheimer Dialekt ist ohnehin fantastisch. Beide Dialekte haben deutlich mehr Musik als das Idiom, das man bei mir zu Hause im Pfälzerwald spricht.

Gibt es Plätze in Mannheim oder sonst in der Metropolregion, wo man dich besonders oft antriffst? Die dich vielleicht zum Schreiben inspirieren.
Da gibt es einige, angefangen bei der Gastronomie: „Klenks Weinbar“ in den D-Quadraten und das „Zwei Hasen“ im Lindenhof gehören zum Nettesten, was Mannheim zu bieten hat. Meine Frau und ich gehen gern im Waldpark spazieren, und dort wurde schon die eine oder andere Idee fürs Schreiben geboren. Zum Schwimmen begebe ich mich regelmäßig ins Hallenbad in Neckarau am Großkraftwerk oder ins Bademaxx in Speyer.

Gibt es hier Orte, die in deinen Romanen als Vorlage dienten?
Bis jetzt nicht, aber das wird sich wahrscheinlich bald ändern. Sorry für die Geheimniskrämerei, aber das ist alles noch nicht spruchreif 😉

Deine beiden ersten Romane, „Der Gesandte des Papstes“ und „Das Vermächtnis der Seherin“ waren direkt große Erfolge. Was fasziniert dich denn an historischen Romanen?
Geschichte, speziell das Mittelalter, fasziniert mich seit meiner Kindheit. Insofern war es naheliegend, meine ersten Romane in dieser Epoche anzusiedeln. Die Beschäftigung mit vergangenen Zeiten, ihren speziellen Gegebenheiten und den Nöten der damaligen Menschen inspiriert mich einfach, und es fällt mir leicht, Geschichten daraus zu formen.

Warum und wann hast du mit dem Schreiben angefangen, was hat dich dazu bewegt?
Sporadisch habe ich schon in meiner Jugend geschrieben, aber so richtig losgelegt habe ich erst mit Anfang zwanzig. Warum, ist schwer zu erklären. Ich hatte damals einfach das Gefühl, dass Schreiben das ist, was ich am besten kann und folglich professionell tun sollte. Aber ich wette mit dir, würdest du mich das in einem halben Jahr noch einmal fragen, würde ich sicher eine ganz andere Antwort geben. Die Gründe, warum ich schreibe und damit angefangen habe, sind einfach zu vielfältig.

Jetzt schreibst du aber nicht nur historische Romane sondern hast auch eine Fantasy-Trilogie herausgebracht. Was macht denn mehr Spaß?
Spaß macht beides, aber die Arbeitsweise unterscheidet sich sehr voneinander. Beim historischen Roman steht natürlich die Faktenrecherche im Vordergrund, während es bei der Fantasy eher darum geht, eine in sich stimmige fiktive Welt zu entwerfen – wobei man auch dafür recherchieren muss.

Ist vielleicht demnächst eine Lesung hier in der Region geplant? Falls man dich auch mal live erleben möchte.
Das kann man, und zwar am Donnerstag den 31. Januar in Mannheim-Vogelstang in der dortigen Zweigstelle der Stadtbibliothek, Mecklenburger Str. 62, Beginn 19 Uhr. An dem Abend lese ich aus meinen Romanen „Die Bruderschaft des Schwertes“ und „Der letzte Traumwanderer“ und signiere natürlich auch Bücher.

Auf was dürfen wir uns denn als nächstes freuen? Auf einen Fantasy- oder einen historischen Roman?
Das ist noch streng geheim, wie überhaupt alles, was ich gerade mache, weshalb sich dieses Interview nach der Lektüre selbst zerstören wird.

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