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Apr 13

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Was Sie schon immer über Tauben wissen wollten …! (Buchmesse-Blog)

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13.03.2015 – Eine Buchmesse in Leipzig ist für uns seit dem vergangenen Jahr ohne ein Treffen mit Jan-Uwe Fitz nicht mehr vorstellbar. Wenn irgendwo eine Lesung von ihm angekündigt wird, versuchen wir dabeizusein. Er ist der beste Drei-Sterne-Autor, den wir kennen. Auf Twitter sind wir mit seinem Alter Ego Vergraemer noch per Sie, mit Jan-Uwe im echten Leben jedoch per Du. Das hat sich glücklicherweise auch in der Rumpelkammer zu Leipzig nicht geändert.

Die Wahl der Lokation ist exzellent. Die Rumpelkammer bietet ostalgische Wohnzimmeratmosphäre vom Feinsten. Dafür sorgen Mobiliar und Einrichtung, die der Rumpelkammer ihren Namen geben. Couches, Sessel und Fauteuils laden zum Verweilen ein. An den Wänden hängen Bilder in alten Rahmen, Uhren und anderer Trödel. Bücherregale und Sideboards mit historischen Radios und noch älternen Lampen komplettieren das Bild. Kurzum: Ein warmer Sepia-Ton durchflutet die KulturLounge in Leipziger Osten.

Inmitten dieser charmanten Veranstaltungsstätte sitzt Jan-Uwe Fitz auf seiner Bühne. Oder er steht. Entscheiden kann er sich zunächst nicht. Also setzt er sich und der Vergrämer übernimmt die Oberhand. Vor ihm das Mikrofon, dahinter das gespannte Publikum in der vollgestopften Rumpelkammer. [Anm.: Neben Jan-Uwe saß außerdem Fréderic Valin, der ebenfalls Teil des abendlichen Programms war, hier aber leider nicht im Fokus steht. Dennoch: Lustige und tiefgründige Monologe mit der vermeintlichen Zwillingsstimme von Marc-Uwe Kling.]

Von einem, der auszog, Tauben zu vergrämen

Jan-Uwe liest aus Wenn ich was kann, dann nichts dafür und erzählt von seinem Wirken als Taubenvergrämer, also als jemand, der ausgezogen ist, Tauben zu verjagen. Ein Wirken im Übrigen, das sich in den vergangenen Episoden seines Lebens nicht wesentlich verbessert zu haben scheint. Trotz Orakelkommunikation, trotz Weissagungen an roten Verkehrsampeln und trotz seines Bemühens, am liebsten aus allem herausgehalten zu werden. Höhepunkt seiner abendlichen Lesung ist die Geschichte des Auftrags „Theo Menke“; ein Thriller mit psychologischem Tiefgang, einem unvorhersehbaren Wandel des Protagonisten, einem ergreifenden Wendepunkt und einem umso überaschenderen Ende. So viel sei verraten: In der Rumpelkammer wurde zurecht gejohlt.

Am Ende bleibt zu sagen: Es hat sich wieder einmal gelohnt, eine Lesung von Jan-Uwe Fitz in Leipzig zu besuchen. Es war kurzweilig und gemütlich – und so soll es doch auch sein. Ansonsten sei die Rumpelkammer in der Dresdner Straße 25 als Veranstaltungsstätte für solche und ähnliche Events unbedingt empfohlen!

Und ganz zu Schluss möchte ich noch auf folgenden Twitter-Austausch verweisen, der für so viel verantwortlich war, was im Rahmen der Vergrämer-Lesung passiert ist. Und damit gebe ich wieder zurück an die angeschlossenen Sendeanstalten 😉

 

 

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2 Kommentare

  1. Jan-Uwe Fitz

    Was? Sie waren auch da? Hab nix gemerkt. Nix hab ich gemerkt!

    1. Patrick

      Was? Oh… jetzt habe ich den Kommentar freigegeben und nicht als Spam markiert. So’n Scheiß. Hm, na denn…

      Lieber Herr Fitz, das sind die Amphetamine. Die sorgen dafür, dass Sie sich und andere immer weniger spüren. Hören Sie einfach auf, an Tauben zu lecken. Dann pendelt sich das wieder ein. Ja? Wir machen uns ernsthaft Sorgen!

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