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Mai 27

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Rezension: „Morgen lieb ich dich für immer“ von Jennifer L. Armentrout

Wissenswertes zum Buch:

 

 

Er hatte versprochen, für mich da zu sein – für immer. Aber meiner Meinung nach gab es zwei Arten von Für immer. Eine Gute. Und eine schlechte. Und ich hatte schon früh gelernt, dass die gute Art von Für immer, tja… das war eine Lüge.

Cover:

Das Cover war wieder mal der Kaufgrund. Vor allem mag ich den Stil, wenn das Augenmerk nur auf den Titel gelegt wird. Denn im Hintergrund sieht man ja „nur“ ein Paar und eigentlich ist es dadurch recht nichtssagend. Obwohl es wie kitschige Romantik aussieht: Das ist der Inhalt von dem Buch NICHT! Schön finde ich auch die Herzchen die die Kapitelanfänge schmücken und somit dem Ganzen eine niedliche Note verleihen – die sich durch das ganze Buch zieht. Was ich ein bisschen schade finde ist, dass sie nicht das orginale Cover genommen haben, es ist um Längen besser als unsere deutsche Version.

Klappentext:

Mallory und Rider kennen sich seit ihrer Kindheit. Vier Jahre haben sie sich nicht gesehen und Mallory glaubt, dass sie sich für immer verloren haben. Doch gleich am ersten Tag an der neuen Highschool kreuzt Rider ihren Weg – ein anderer Rider, mit Geheimnissen und einer Freundin. Das Band zwischen Rider und Mallory ist jedoch so stark wie zuvor. Als Riders Leben auf eine Katastrophe zusteuert, muss Mallory alles wagen, um ihre eigene Zukunft und die des Menschen zu retten, den sie am meisten liebt.

Autorin:

Jennifer L. Armentrout schreibt Romane für Jugendliche und Erwachsene und wurde bereits vielfach ausgezeichnet. Ihre Bücher klettern immer wieder auf Platz 1 der New York Times-Bestsellerliste und ihr Spiegelbestseller »Obsidian« wird derzeit verfilmt. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrem Hund Loki in West Virginia. Wenn sie nicht gerade liest oder schlechte Zombie-Filme anschaut, arbeitet sie an ihrem neuesten Roman.

Erster Satz:

Der Stapel mit den staubigen leeren Schuhkartons war höher und breiter als ihr schmaler Körper, und er schwankte, als sie den Rücken dagegegenpresste, die knochigen Knie bis zur Brust hochgezogen.

Fazit:

Wow! Was ein Buch.

Der Inhalt hat ich ganz schön überrascht, denn ich finde nicht das man anhand des Klappentextes oder Einbandtextes eine Ahnung bekommen kann, worum es hier wirklich geht.

Und Ich frage mich wirklich, ob dieses Buch im Jugendbuch-Genre so richtig aufgehoben ist.

Dieses Buch ist sehr ruhig, sehr erdrückend und teilweise sehr sehr traurig. Die Autorin schafft es, dass mir oft ein Kloß im Hals gewachsen ist und ich Mallory so gern fest gedrückt hätte.

„Es war nur ein Albtraum, carino. Schlaf weiter.“ Nur ein Albtraum? Albträume waren nicht echt, aber das hier war echt.

Warum? Dieses Buch befasst sich mit einem sehr ernsten Thema. Das oft lieber umgangen wird, todgeschwiegen oder ignoriert: Kindesmisshandlung und Folgeschäden!

Und es ist mutig, sowas in eine schöne „Romantik“ Geschichte zu verpacken. Und gleichzeitig auch ziemlich genial, denn somit kann man bestimmt den ein oder anderen das Thema besser ans Herz legen.

Ich war sehr überrascht wie die Autorin meine Emotionen hoch und runter wirbeln konnte. Ich habe sehr mit den Charakteren mitgefühlt und gelitten.

„Er ist hier und doch nicht hier“

Es wirkte sehr authentisch und einfach sehr, sehr nah. Es gab kaum eine Szene, in der ich mich nicht mit Mallory verbunden gefühlt habe.

Schön fand ich auch, dass immer mal wieder „Rückblicke“ von Mallory erzählt wurden. Und vorallem die Art und Weise, wie es dargestellt wurde.

Und ich war sehr sehr überrascht, welche Wendung das Buch am Ende noch nahm. Und wie gut Rider dem Leser täuschen konnte.

„Liebes, man kann trotzdem gewiss Gefühle für jemanden entwickeln, auch wenn man es eigentlich nicht darf.“

Im Ganzen ein wirklich tolles Buch. Wer eine kitschige Liebesgeschichte erwartet ist hier falsch, dieses Buch ist erdrückend, traurig und sehr ernst. Weshalb ich auch verstehen kann, dass es manchen zu langweilig ist. Aber das ist hier eben der Kern der Geschichte. Und der ist nicht wild, bunt und schrill. Sondern das genaue Gegenteil.

Absolute Leseempfehlung!

P.S. unbedingt die Danksagung der Autorin lesen!

 

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