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Mrz 29

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Karla Pauls Buchtipps (März)

Foto: Raimund Verspohl

Foto: Raimund Verspohl

Karla Paul ist aus der Welt der Sozialen Medien und vor allem aus der Bücherwelt nicht mehr wegzudenken – für Buchschaffende genauso wie für uns Blogger. Denn mit ihrer Buchkolumne hat Karla eines geschafft: Wenn es um Literatur geht, dann zählt ihre Meinung oft mehr als die vieler angesehener Literaturkritiker (auf die ich persönlich ja eh nicht viel gebe). Zudem ist ihr Hund (das Zamperl „Chilli“) mittlerweile auch schon bekannter als jeder FAZ Feuilletonist. 😉

Seit 2014 arbeitet Karla beim Hoffmann und Campe Verlag und ist dort DIE Frau, wenn es um eBooks geht. Sie hat somit ihr Hobby und ihre Liebe zu Büchern zu ihrem Beruf gemacht. Naja, und der Verlag hat sich einen Vollprofi ins Haus geholt!

Karla Paul hat sich in der Buchbranche einen Namen gemacht. Das hat auch das Fernsehen bemerkt. So bietet ihr die ARD seit einiger Zeit eine Plattform in der Sendung ARD-Buffet. Dort stellt sie regelmäßig ihre Lieblingsbücher vor.

Endlich mehr Bücher im TV!

Hier gibts den aktuellen Beitrag der Sendung mit Karla Paul (und Chilli) 🙂

Unter dem Beitrag findet ihr alle vorgestellten Bücher auf einen Blick.

 

 „Die schönste Art, sein Herz zu verlieren“ von Mamen Sánchez

England. Der berühmte Verleger Marlow Craftsman ist in Sorge. Seit er seinen Sohn Atticus nach Madrid schickte, um die Kulturzeitschrift Librarte zu schließen, ist der junge Gentleman wie vom Erdboden verschwunden. Was ist passiert? Marlow beauftragt Inspektor Manchego, sich bei der spanischen Zeitschrift umzuschauen … Madrid.

Den fünf weiblichen Angestellten einer vor dem Ruin stehenden Literaturzeitschrift ist zur Rettung ihrer Arbeitsplätze jedes Mittel recht. Was wäre ein unveröffentlichter Gedichtband von Federico García Lorca heute wohl wert? Die fünf Damen ersinnen eine List: Soléa, die Schönste von allen, soll den Engländer mit einer Lüge von seinem Vorhaben ablenken. Wenig später sitzt Atticus (gerüstet mit Unmengen von Earl-Grey-Tea) mit der schönen Soléa auf einem Gemüsekarren Richtung Andalusien. Dort, in Sacromonte, im Haus ihrer Großmutter Remidios, warten angeblich in einer alten Truhe hundert Liebesbriefe von Lorca auf ihre Entdeckung.

In Granada angekommen entdeckt der steife Brite in der herzlichen Zwangsumarmung von Soléas andalusischer Großfamilie allerdings zunächst einmal den Andalusier in sich …

Ein äußerst vergnüglicher Roman, in dem es um verschiedene Kulturen, verzeihliche Lügen, Literatur und Liebe geht. Und am Ende muss einer alles retten. Hemingway natürlich!

 

„Die kleine Hummel Bommel“ von Britta Sabbag und Maite Kelly

Eine Bilderbuchgeschichte mit der zeitlosen Botschaft: Sei du selbst, glaub an dich und du kannst alles schaffen! Mit dem Lied „Du bist du“ zum Download – von MAITE KELLY.

Eigentlich haben Hummeln viel zu kleine Flügel, um fliegen zu können – auch die kleine Hummel Bommel. „Mit deinen winzigen Flügeln kannst du nie und nimmer fliegen!“, lachen die anderen Insektenkinder Bommel aus. Doch bald erkennt die kleine Hummel, dass sie keine größeren Flügel, sondern nur eine Portion Mut zum Fliegen braucht …

Britta Sabbag und Maite Kelly lernten sich bei einem Filmprojekt kennen und sofort war klar: die Chemie stimmt. Maite Kelly inspirierte Britta Sabbag zu der Figur der kleinen Hummel, die trotz winziger Flügel fliegen kann, und gemeinsam entwickelten sie die Idee bis hin zum Buch, und schrieben auch den „Hummel-Song“ gemeinsam.

Dazu lieferte Joëlle Tourlonias die Illustrationen, die sie, wie Maite und Britta sagen „direkt aus unserem Herzen abgemalt hat“.

 

 „Wok ’n‘ Roll: Wie ich kochen lernen wollte und China entdeckte“ von Ruth Fend

Landeskunde geht durch den Magen

Eine kulinarische und kulturelle Entdeckungsreise durch das Reich der Mitte: Die Journalistin Ruth Fend bereist das Land auf dem Pfad der Köstlichkeiten und beißt auch bei für den westlichen Gaumen eher skurrilen Gerichten herzhaft zu. Mit zahlreichen Fotos und Rezepten!

„Die Kantonesen essen alles, was am Himmel fliegt, außer Flugzeuge, alles, was auf der Erde kriecht, außer Autos, alles, was vier Füße hat, außer Stühlen und Tischen.“

Als leidenschaftliche Liebhaberin von außergewöhnlichem Essen beschließt Ruth Fend, nach dem Verlust ihres Korrespondentenjobs in China kochen zu lernen. Auf der Suche nach Lehrmeistern bereist sie das Land, schaut den Köchen in einem kleinen südwestchinesischen Familienrestaurant in den Wok, gewinnt einen reichen Pekinger Manager als Kochpartner oder zieht mit einem Nudelmeister die feinsten Nudeln Chinas. In diesem widersprüchlichen Land, in dem alle Traditionen durch die Kulturrevolution und die rasante Industrialisierung in Frage gestellt sind, in dem Dissidenten die Todesstrafe fürchten müssen, ist das gemeinsame Kochen und Essen für viele die eine Möglichkeit zur Besinnung auf althergebrachte Traditionen und verkörpert zugleich den Stolz auf die Gegenwart.

 

„Graben“ von Cynan Jones

Die Natur hat ihre eigenen Gesetze, und das oberste ist das des Kampfes.

Daniel bewirtschaftet in einem abgelegenen walisischen Landstrich eine kleine Schafsfarm, als er bei einem tragischen Unfall seine Frau verliert. Mit letzter Kraft hält er sich und den Betrieb aufrecht, gehalten von den Ritualen des rauen Landlebens und verfolgt von den Erinnerungen an flüchtige Momente des Glücks.

Zur gleichen Zeit hinterlässt ein brutaler Hundezüchter in der Gegend seine Spuren. Er jagt illegal Dachse und wirft sie in Wettkämpfen abgerichteten Terriern vor. Doch so wie Daniel die Vergangenheit nicht loslässt, ist auch er ein Verfolgter, die Polizei hat bereits seine Witterung aufgenommen. Als er für eine Jagd ausgerechnet auf Daniels Land ausweicht, überschreitet er endgültig jene unsichtbare Grenze, hinter der es kein Zurück gibt. Daniel, der nichts mehr zu verlieren hat, stellt sich ihm entgegen.

Cynan Jones beschreibt die Rückzugsgefechte zweier aus der Zeit gefallener Archetypen als eine Eskalation in albtraumhafter Zeitlupe. In einer glasklaren, suggestiven Sprache gelingt ihm ein kleines Meisterwerk über den ewigen Kreislauf aus Jagen und Gejagtwerden. Und darüber, dass jeder Mensch irgendwann an einen Punkt gerät, an dem alle Fluchtwege abgeschnitten sind und nichts mehr bleibt als die Konfrontation.

 

„Die Kunst, ein kreatives Leben zu führen: oder Anregung zu Achtsamkeit“ von Frank Berzbach

Von normalen Menschen beneidet, leben Kreative in der Welt cooler Agenturen und traumhafter Jobs, sie setzen Trends und sind immer aktiv und ständig gut drauf. Sie haben das neueste Handy, lesen die angesagtesten Zeitschriften und tragen schon heute die Mode von morgen.

Hinter den Glasfassaden aber, lauert die Gefahr von Überarbeitung, Burnout, Zweifeln und die Angst was passiert, wenn die Ideen mal nicht sprudeln… Darüber spricht man nicht im Rampenlicht der Konferenzen und am Rande der Awardshows, dafür zunehmend hinter vorgehaltener Hand.

Die Kunst, ein kreatives Leben zu führen lehren weder Hochschule noch Agenturboss.

Dieses Buch ist die Einladung zu einer Tasse Tee und einem stillen Gespräch mit dem wichtigsten Menschen in Ihrem Leben: Ihnen!

 

 

„Der Kampf des Jahrhunderts“ von Jan Oldenburg

Es ist der spektakulärste Kampf, den die Fernen Länder je gesehen haben!

Seien Sie dabei, wenn der größenwahnsinnige Tyrann Horfax gegen den ehrenhaften Schmied Dorgol in der Arena antritt. Aber schließen Sie keine Wetten ab – dies ist ein Roman von Jan Oldenburg. Da können wir für nichts garantieren, außer für die konsequente Beanspruchung von Hirn und Lachmuskeln.

Ohne das königliche Geschlecht derer von Grymmenstein wäre das Koboldreich Arkzul sicherlich nie geworden, was es heute ist: Ein einzigartiger Ort voller Leben, Leid und Unterdrückung. Und Hunger natürlich. Glücklicherweise hat Horfax der Dritte von Grymmenstein sein Volk fest in seiner kleinen, fetten Hand (auch wenn er von Tuten und Blasen keine Ahnung hat). Doch kurz nachdem er sich selbst zum Gott erklärt hat, wird sein Leben von einem ehrenhaften Schmied durcheinander geworfen, der eine Rebellion anzettelt. Horfax muss fliehen, aber eines weiß er sicher:

Er wird wiederkommen. Har, har!

 

„Auf die Hand – Sandwiches, Burger & Toasts, Fingerfood & Abendbrote“ von Stevan Paul

Zum Reinbeißen gut!

Dieses Buch feiert das Lebensgefühl einer neuen Streetfood-Generation, die auf Genussmärkten, in mobilen Küchen und Take-aways unkompliziertes Fast Food de luxe anbietet frisch zubereitet, hausgemacht und auf die Hand.

Das erste umfassende Kochbuch zur neuen Brotkultur versammelt Rezepte aus aller Welt, zeigt die Vielfalt von Burgern, Sandwiches, Bagels und Toasts Streetfood für zuhause und unterwegs.

Auf die Hand und los!

 

 

 

 „Die Schuld der anderen“ von Gila Lustiger

Ein paar Zeilen, mehr hat der Journalist Marc Rappaport einem siebenundzwanzig Jahre zurückliegenden Mord, der jetzt durch DNA-Abgleich gelöst sein soll, eigentlich nicht zugedacht. Und doch will er mehr über die Geschichte der jungen Frau erfahren, die mit achtzehn aus der stickigen Enge ihrer französischen Industriekleinstadt nach Paris floh, um zu studieren, und dort in die Prostitution schlitterte. Dabei stößt er auf einen Skandal von schockierendem Ausmaß, der die unlösbaren Verstrickungen von Wirtschaft, Geld und Politik durchscheinen lässt.

Was als klassische Ermittlungsgeschichte beginnt, entpuppt sich bald als ein atmosphärisch dichter und mit souveräner Leichtigkeit erzählter Gesellschaftsroman über ein ganzes Land und unsere Gegenwart.

„Mit großem Gespür taucht Gila Lustiger ein in die Abgründe der französischen Gesellschaft und deckt schonungslos die bleibend brüchigen Seiten des Landes auf. Gelungen ist ihr das mit Stil, Eleganz und einer dichten Sprache.“ NDR Kultur

„Panthertage: Mein Leben mit Epilepsie“ von Sarah Elise Bischof

Sarah ist zwanzig, hat gerade die Schule hinter sich und will mit Vollgas ins Leben starten – doch dann erleidet sie einen epileptischen Anfall. Und noch einen und noch einen.

Plötzlich sieht die lebenslustige Sarah sich mit einer Krankheit konfrontiert, die ihr Leben mit einem Schlag komplett verändert. Was folgt, sind eine Zeit voller Anfälle und Medikamente, viele Momente der Einsamkeit, Wut und Scham und die Konfrontation mit zahllosen Vorurteilen. Aber Sarah gibt sich und ihre Träume nicht auf.

Heute, zehn Jahre, sieben Antiepileptika und unzählige Arztbesuche und Klinikaufenthalte später, ist Sarah eine junge, selbstbewusste Frau und steht mit beiden Beinen im Leben. In Panthertage blickt sie auf ihre Geschichte zurück: eine Geschichte über das Leben mit Epilepsie, das nicht immer einfach, dafür aber jederzeit lebenswert ist.

„Ein warmherziges, aufrichtiges und lichtfunkelndes Buch.“ Benjamin Lebert, (Bestsellerautor)

 

The New York Times. 36 Hours. 125 Wochenenden in Europa“ von Barbara Ireland

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Europa neu entdecken

Die New York Times präsentiert 125 Wochenendtripps in die schönsten Ecken des Kontinents Kultur, Geschichte, Mode, kulinarische Köstlichkeiten und atemberaubende Architektur – Europa lockt mit so vielen Reichtümern, man könnte sich auf ewig darin verlieren. Wir haben den Ariadnefaden für Sie!

Diese aktualisierte, erweiterte Sammlung der berühmten „36 Hours“-Reisekolumnen aus der New York Times enthält 125 Reisepläne für europäische Kurztrips, mit lockerer Hand geschrieben und schick illustriert. Erkunden Sie bekannte Höhepunkte des Kontinents, von der Renaissance in Florenz bis zum Flamenco in Sevilla. Und entdecken Sie das Unerwartete: Sizilianische Mumien in ihrem Sonntagsstaat, eine sommerliche Schlittenfahrt auf Madeira oder das Penthouse eines Hotels in Tallinn, in dem der KGB ein Spionagenest unterhielt.

Weltstädte, einstige Weltreiche und kleine Länder mit großem Ego, das alles ist Europa. Dieser Band ist ein echtes Lesevergnügen – egal, ob Sie am Ende losfahren oder nicht.

 

Einige hilfreiche und informative Links zu Karla Paul:

 

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